von Ary

Hallo, mein Name ist Aramos. So nennt man mich jetzt, irgendwann in Spanien geboren (ca. 19. Juli 1997 - Schätzung vom Doc) wie ich dort lebte weiß ich nicht zu sagen - leider, aber bestimmt nicht "gut", denn man setze mich einfach am Tierheim aus weil man mich  nicht mehr wollte und ich krank war. Dort fand mich Mama Monika eines Morgens verschreckt mit 15 anderen Katzen-Fellchen. Das war mein Glück, denn man hätte mich auch anders „entsorgen“ können, wie es in Spanien täglich passiert. Ich wurde sofort versorgt, bekam Futter und sauberes Wasser.

Dann musste ich in so eine blöde Box, man nennt es Quarantäne um nicht andere Fellchen mit irgend einer Krankheit anzustecken. Dann eines Morgens, Mama Monika wollte mich gerade füttern, sah sie, dass mein ganzer Käfig voller Blut war. Oh Schreck, schnell brachte sie mich zum Tierarzt, denn das Blut kam von meinem kranken Ohr. Dort wurde ich sofort operiert.

Na ja ich war nicht so begeistert davon, denn ich wusste nicht was los war. Wieder andere Gesichter, aber ich kam dann doch wieder zu Mama Monika zurück. Gott sei Dank, denn meine Freude war nicht von langer Dauer. Das hässliche Ding kam wieder. Eines Morgens kam dann Mama Monika und erzählte mir, ich hätte ein neues zu Hause um ganz gesund zu werden. Nanu, ich war doch zu Hause?? Monika erklärte mir dann, dass viele andere Fellchen ein zu Hause in einem fremden Land hätten die mal bei ihr waren und da sehr glücklich wären, dass mein Platz von neuen Fellchen gebraucht wurde, die auch Hilfe brauchten, um dann irgendwann in das fremde Land zu reisen. Na ja, begeistert war ich nicht, denn ich hatte große Angst was jetzt kommen sollte. Am 06.06.2004 ging ich auf die große Reise - um gesund zu werden? Ich schrie und zappelte, nichts half. Am Abend dieses Tages kam ich dann mit einer netten Flugbegleiterin in diesem neuen Land an. Dort holten mich 2 Leute ab, ein Mann und eine Frau namens Manfred und Klaudia.  Na ja mal abwarten was jetzt kommt dachte ich mir, dort war es auch schön aber leider hatten sie nicht die Möglichkeiten mein Ohr zu heilen weil dort viele Fellchen Hilfe brauchen. Darum hat Tante Daggi und Mama Monika mich zu der Marx-Bande ausfliegen lassen. Manfred und Klaudia wussten das ich krank war. Als wir dann „zu Hause“ ankamen war ich todmüde und hungrig. Wie sich schnell herausstellte war ich dort nicht das einzige Fellchen, sondern Fellchen Nr. 5 . Dort bekam ich dann von den netten Menschen den Namen Ary-Öhrli. Ary von Aramos und Öhrli wegen meines kranken Ohres.

Die schwarze Katze, die mich schon an der Türe begrüßte, heißt Dana, dann ein roter Kater, den riefen die Leute Sam, eine kleine, zierliche braun-schwarze heißt Lena und zu guter Letzt ein kleiner weißer, den nannten sie Nevado.

Schnell wurde ich aus meiner Transporttasche befreit, in der ich ca. 8 Stunden verbracht hatte. Man zeigte mir meine Katzentoilette, ich bekam sofort frisches Futter und Wasser. Nachdem ich mich gestärkt hatte und zur Toilette gegangen war, wollte ich nur noch schlafen - schlafen...

Am anderen Morgen schaute ich verschlafen aus den Augen und was sah ich? ...... den weißen Nevado. Boa, war ich verblüfft, denn er erzählte mir, dass er auch eine weite Reise gemacht hätte und auch einmal bei Mama Monika gewesen war, bis die netten Leute Dosis Klaudia und Dosi-Papa Manfred ihn adoptiert hätten. Ihm ging es sehr gut, das konnte man sehen und ich bräuchte auch wirklich keine Angst mehr zu haben, sie würden ab jetzt auf mich aufpassen und ich bekäme immer mein Futter und Wasser, ich dürfte spielen und auch schlafen wo es mir gefiel!! Oh man, das wäre besser wie mein Traum, konnte es gar nicht glauben. Das ist NEVADO mein Freund - ein Stückchen Heimat

Nevado erzählte mir dann noch, dass die Dosis mich ganz gezielt haben zu sich kommen lassen, denn ich sollte nochmals operiert werden, denn mein Ohr sah inzwischen wieder böse aus.

Na ja keine 36 Stunden, da platzte das dumme Ding. Man brachte mich schnell zum Tierarzt und versprach mir, dass sie mich wieder "nach Hause" holen würden, nur das würde eine Zeit dauern. Am gleichen Tag wurde ich dann zum 2. Mal operiert, es stellte sich raus, dass ich bösen Krebs am Öhrli habe. Die böse Sonne hatte also auch mich krank gemacht. Nach einer langen Zeit für mich kamen die Dosi´s echt wieder um mich abzuholen. Mensch habe ich mich gefreut. Es ging wieder nach Hause zu meinen neuen Freunden Nevado, Dana, Sam und Lena. Oh, ich habe endlich ein richtiges zu Hause und das nur, weil ich  das Glück hatte  bei Ersatzmutti Monika und Papa Hetty gelandet zu sein. Die haben Tante Daggi gefragt, ob sie nicht jemanden in dem fernen Land kennen würden, die mir die Chance geben, gesund zu werden und SIE hatte.

Es vergingen nicht mal sechs schöne Wochen und das dumme Ding war wieder da. Zwar nicht so groß und blutig, aber wieder da. So ein Mist. Mein Dosi-Papa sagte mir, dass wir es noch mal versuchen sollten, denn so schnell wollten sie mich nicht gehen lassen über die R E G E N B O G E N B R Ü C K E. Der Doc meinte, das hätte keinen Sinn aber Papa hat sein Versprechen wahr gemacht. Ich wurde also wieder operiert, durfte aber diesmal schnell nach Hause, denn jetzt kannten sie mich ja schon und haben mir die Medikamente zu Hause gegeben. Nur zur Kontrolle musste ich wieder in die Tragebox, die mir so Angst machte. Deshalb stand auch immer eine ohne Türe im PC-Zimmer, wo ich mich ganz langsam dran gewöhnte, dass das Ding nichts Böses mit mir vor hatte. So lebe ich viele Wochen glücklich mit viel Schmuseeinheiten von Papa, den ich sehr sehr liebe und natürlich Mutti, bis sie einen Sonntag wieder was an mein Öhrli sahen. Auweia, das darf nicht sein! Sie sagten: erst mal abwarten was das wird.

Der Doc sagte nämlich, dass er nicht noch mal am Ohr operieren könne, denn da ist zu wenig Haut zum zusammennähen. Also abwarten! Mensch haben die beiden Geduld mit mir, pflüge die ganze Katzentoilette durch, schmeiße alles raus - wie ich es gelernt habe. In der Wohnung, wo ich jetzt lebe, darf man das nicht - haben sie mir inzwischen beigebracht. Und noch ein großes Problem habe ich den beiden lieben Dosis beschert - leider, ich mag die liebe Lena nicht mehr und habe sie gejagt, sie durfte nicht mehr auf die Toilette oder zum Fressnapf, schon war ich wieder da um sie zu verjagen und zu verhauen. Leider -  Klaudia und Manfred, meine neuen Fellcheneltern sind so lieb, dass ich bleiben darf. Lena ist erst mal zur "Katzenoma" in die Nachbarschaft gezogen. Dort geht´s ihr sehr gut, da ist sie die Prinzessin, denn Oma ist leider alleine und hat so Gesellschaft. Und ich kann hier bleiben, oh was freue ich mich das ich hier bleiben darf. 2 Jahre sind inzwischen vergangen und Lena ist wieder bei der Marx-Bande eingezogen. Lena benimmt sich so, als  ob sie nie weg gewesen wäre. Sie liegt Nachts bei Manfred auf dem Kopfkissen so wie früher:) Ich habe mich nach meiner erfolgreichen OP am Ohr sehr verändert. Ich bin ein verschmustes Katerchen geworden, verträglich und Top Fit. Meine Augen sind nicht mehr dunkel sondern leuchtend blau wie bei jedem gesunden Siamkater. Am 08.07.2007 ist die scheue Shila bei uns eingezogen und am 14.11.2007 sind dann Vincent und Mercedes beide Leukose-positiv dazugekommen. Mercedes liebe ich sehr. Leider ist sie sehr schnell verschnupft und Klaudia und Manfred haben ständig Angst das schlimmeres passiert. Im letzten Jahr ist sie dann sehr krank geworden und ins Regenbogenland gegangen. Ich vermisse sie sehr, gut das ich noch meine Freundin Lena habe. Soweit geht es mir gut aber ich habe inzwischen Herzprobleme, wofür ich Tabletten bekomme. Eine  Überfunktion der Schilddrüse wurde bei mir auch noch festgestellt, denn  ich hatte immer einen beschleunigtem Herzschlag, litt an Gewichtsverlust, Nervosität und Zittern. Ich kann für 4 fressen aber werde immer dünner. Zusätzlich zum normalen Futter bekomme ich  Sahne, gekochten Schinken und mal was vom gebratenen Schnitzel hält mich noch einigermaßen Fit. Unsere liebe Tierärztin kommt regelmäßig zu Besuch um nach mir zu schauen. Irgendwie ist es aber nicht mehr so wie ich es gewohnt bin, rennen Spielen. Meine dünnen Beinchen tragen mich noch aber meine Dosies machen mir schon Treppchen das ich überall drankomme wie ich es seit Jahren kenne. So geht das jetzt schon viele Wochen, ich wiege nur noch 2,3Kg und unsere liebe Tierärztin schaut fast täglich nach mir. Heute ihr Besuch ist irgendwie anders ich schmuse mit ihr und Mutti ist bei mir und ich werde so müde. Um 14.19 Uhr ist Ary ganz ruhig ins Regenbogenland gegangen. Er liegt jetzt neben seiner Freundin Mercedes im Garten.