von Sam

Hallo, mein Name ist Sam. Ich wurde am 19. Juli 1996 wahrscheinlich in Bottrop geboren. Mit geschätzten 9 Monaten fand man mich nämlich beim Tierheim Bottrop. Wie ich dort hingelangte weiß ich nicht. Man versorgte mich tierärztlich, ich wurde sofort kastriert und tätowiert, denn sonst wird man nicht vermittelt. Danach kam ich zu vielen Fellnasen in einen großen Raum mit Fenster, damit die Leute, die einem Kätzchen aus dem Tierheim ein zu Hause geben möchten, uns auch sehen können. Na ja, die Chance schnell ein neues zu Hause zu bekommen war sehr schlecht bei so viel Fellnasen dort.

Ich war gerade mal 3 Tage dort, da suchte eine nette Dame einen roten Kater, denn der, den sie eigentlich haben wollte, war schon vergeben. Ich wurde aus meinem Körbchen geholt und der Dame gezeigt. Dann gingen sie wieder ohne mich mitzunehmen. Ich lief zur Glastür und stellte mich auf meine Hinterpfoten und miaute, miaute, miaute - in der Hoffnung, die Leute kommen wieder an meinem Raum vorbei. Und auf ein Mal standen sie wieder vor der Glastür. Ich rief so laut ich konnte, denn ich wollte doch ein neues zu Hause. Sie verweilten noch einen Augenblick bei mir an der Tür, gingen dann aber weiter. Mensch war ich traurig. Aber kurz darauf kam die Pflegerin mit einem Transportkorb, womit ich auch vom Doc zurückkam und steckte mich dort rein. Schon wieder zum Doc?? Oh nein, man brachte mich in einen anderen Raum, wo ich die nette Dame wiedersah. Sollte ich tatsächlich schon ein neues zu Hause bekommen nach nur 3 Tagen im Tierheim?? Ja, ich durfte mit. “Freu“ Wir fuhren ein wenig Auto, was mir aber nicht recht gefiel. Dafür gefiel mir aber die neue Umgebung in der ich wieder raus durfte aus meiner Transportkiste. Und es roch auch da nach Katze. Nachdem ich den Raum erkundet hatte, öffnete man mir die Türe dort und ich sah, dass da noch viele Räume zum Erkunden waren. Ich ging ganz vorsichtig in den nächsten Raum und schaute mich dort um. Auf einmal kam die Fellnase, die ich gerochen hatte, dort hinein. Auch ganz langsam, denn sie hatte mich schon entdeckt. Sie sah sehr freundlich aus - aber wer weiß... Wir näherten uns beide ganz vorsichtig und standen uns dann gegenüber. Kein Ärger - ne ich war ja noch klein mit meinen geschätzten 9 Monaten und der Kater war schon sehr alt. Die nette Dame, meine neue Katzenmutti, nahm mich auf den Arm und trug mich in einen anderen Raum. Dort setzte sie mich auf was ganz weiches: ein Bett in dem ein Mann lag und schlief. Ich schaute ihn an und in dem Augenblick öffnete er die Augen und sah mich. Meine neue Katzenmutti sagte ihm, dass ich der neue Lebensgefährte von dem Kater namens Micky wäre. Ich war sehr glücklich, denn der Mann nahm mich auf den Arm und ich schmiegte mich ganz fest an ihn, legte meine Pfoten bei ihm um den Hals und schnurrte so laut ich konnte. Schaut mal das ist mein neuer Lebensgefährte Micky

schon stolze 14 Jahre alt. Wir verstanden uns auf Anhieb sehr gut. So lebten wir gut 2 Jahre zusammen, bis Micky ernstlich krank wurde. Der Doc hatte auch nicht mehr viel Hoffnung, darauf beschloss Papa Manfred uns einen neuen Mitbewohner zu holen, denn ich sollte ja nicht alleine sein falls der Doc Recht behielt und Micky nicht mehr gesund würde. Eines Tages zog dann die kleine Lena bei uns ein.

 

Gerade mal 5 – 6 Wochen alt. Micky war nicht sonderlich begeistert. Er lief hinter ihr her und als sie an seinem Fressnapf wollte fing sie sich einen gewaltigen Prankenhieb ein, so dass sie durch die ganze Küche rollte. Nix passiert. Sie rappelte sich auf und lief wieder zum Fressnapf. Micky leckte sie ab und von da an war sie in unserer Familie aufgenommen. Micky bewachte sie und - man sollte es nicht glauben -Micky wurde wieder gesund „Freu“. Jetzt lebten wir zu dritt mit unseren Dosenöffnern zusammen. Lena wurde meine Freundin, denn Micky spielte ja nicht mehr. So vergingen gut 2 1/2 Jahre da merkten wir, dass mit Micky was nicht stimmte. Er lag nur noch im Korb und wollte auch nicht mehr fressen. Es kam der Tag wo er sich für immer von uns verabschiedete.

Er lief noch mal durch alle Räume und schaute sich genau um, schnupperte noch mal auf dem Balkon und legte sich dann wieder in seinen Transportkorb, vor dem er eigentlich immer Angst hatte. Manfred fuhr mit ihm weg und Mutti erklärte uns, dass er nun über die Regenbogenbrücke gehen würde. Dies war am 08.03.2001.

Nun war ich mit Lena alleine. Irgendwann erzählte uns Mutti, dass wir wieder Familienzuwachs bekommen würden. Am 11.09.2002 zog dann ein sehr schlankes schwarzes Mädchen bei uns ein, das Dana gerufen wird.

Jetzt waren wir wieder zu dritt. So verging gut 1 Jahr und Mutti surfte mal wieder im Internet, verliebte sich dabei glatt in einen kleinen weißen Kater, der noch in einem Tierheim in Spanien saß. Es vergingen viele Wochen, bis Mutti uns endlich erzählte, dass wir noch mal Famienzuwachs bekommen sollten. Am 11.12.2003 zog der kleine Kater bei uns ein. Er hört auf den Namen Nevado. Er ist ein richtiger Wirbelwind. Jetzt tollen wir zu viert durch die Wohnung. Einige Wochen später bekamen wir dann Besuch von Frau Odenthal, die nachschauen kam, ob Nevado es auch gut hat. Sie freute sich sehr, wie gut es ihm bei uns ging, denn viele haben leider nicht so ein Glück. Viele Wochen später kam ein Anruf von Frau Odenthal, inzwischen „Tante Daggi“ genannt, dass sie einen Notfall hätten. Ein Kater, auch aus dem Katzenheim Roquetas wie Nevado, kann dort nicht mehr geholfen. Dieser sollte schnellst möglich nach Deutschland zur weiteren Behandlung, ob wir ihn nicht vorübergehend nehmen könnten. Am 06.06.2004 kam er dann zu uns. Leider erbrachte die Untersuchung beim Tierarzt, dass er Krebs hat. Ary, so wird er gerufen, bleibt bei uns. Wir vertragen uns inzwischen alle ganz gut, was nicht immer so war. Lena, die nicht so gut mit Ary klar kam, ist inzwischen zur Katzenoma in die Nachbarschaft gezogen, wo es ihr sehr gut geht. Ich bin inzwischen ca. 9 Jahre alt und hoffe, dass ich noch lange mein schönes zu Hause genießen kann.

So, jetzt wisst ihr so einiges von mir und meinen Mitbewohnern, Bis bald, Ihr werdet wieder von mir hören und sehen

"tschau" Euer Sam